
Raten
Sie mal, wo wir hier sind!
37 Millionen Menschen besuchten diese Gegend im letzten Jahr. Einige von ihnen verloren in einer Nacht ihre Existenz – aber viele andere leben ziemlich gut vom Mythos dieses Ortes
William Bringhurst aus Philadelphia war ein Mann mit einer Mission. Das Wort Gottes wollte er unter die Menschen bringen, jedenfalls die mormonische Version davon. Er brachte es Indianern, Goldsuchern, Glücksrittern und all jenen, die bereit waren, diesem frommen Mann das eine oder andere Ohr zu leihen. Warum nicht, es gab ja sonst nicht viel Zerstreuung im Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika, damals, vor eineinhalb Jahrhunderten.
Im Juni 1855 zog Bringhurst mit einer Delegation von 29 tapferen Mormonen durch die in jenen Tagen extrem heiße Wüste des südlichen Nevada. Und stieß auf etwas ganz und gar Ungeheuerliches. Es war ungefähr eineinhalb Meter breit, knietief, gluckste fröhlich vor sich hin und war – nass. Ein Bach! Natürliches Wasser! Das war hier in der Gegend ungefähr so selten wie ein Eisberg in der Karibik. Hier also, beschied William Bringhurst, auf diesem fruchtbaren bisschen Land, wollen wir bleiben und eine Festung Gottes errichten, einen Außenposten des Herrn. An diesem Ort, den spanische Abenteurer zuvor „die Wiesen“ nannten – auf Spanisch: Las Vegas.
Der Las Vegas Creek plätschert immer noch friedlich von West nach Ost, bevor er in der Wüste einfach versandet. Unter dem Las Vegas Boulevard hindurch, der hier im Norden noch eine simple vierspurige Straße ist und nicht das grelle Pflaster der Glücksspielzentrale dieses Planeten. Vier Meilen hinter der Quelle des Creek fließt er vorbei am Old Mormon Fort – eine kleine Festung von 100 mal 70 Metern, gebaut von Bringhurst und seinen Leuten. Vorbei am ältesten Haus von Nevada, das im Fort steht, seit genau 150 Jahren. Eine uralte Flagge weht über dem Areal, Stars and Stripes, mit nur 13 Sternen statt der 50 von heute. Dieser Platz atmet Geschichte. Und das ist außergewöhnlich in einem Land, das schnell ist und fürs Hier und Jetzt lebt.
Das Las Vegas von heute ragt Richtung Süden in den Himmel. Da ist der Stratosphere Tower, mit 350 Metern das höchste Bauwerk der USA westlich des Mississippi. Da sind die großen Hotels mit den Casinos, die nachts in allen Farben des Spektrums funkeln. 100 Jahre Stadtgründung feiert Las Vegas 2005. Dafür hat die Stadt in den letzten Jahren die Welt zu sich geholt: Im Süden des Las Vegas Boulevard, den hier alle nur den „Strip“ nennen, steht der Eiffelturm, jedenfalls die halbe Portion, 150 Höhenmeter. Steht eine riesige Pyramide mit Hotelbetrieb und Casino, liegt der Markusplatz samt Canale Grande. New York wurde nachgebaut, die Disney-Version von Camelot und mit dem Bellagio die aufgepumpte Variante eines Dorfes am Comer See. Prominente wie Steffi Graf lassen sich hier nieder, außerhalb, in den Red Rock Mountains, wo es ruhiger ist und kühler, wo keine Paparazzi lauern wie in Los Angeles und New York. 37 Millionen Besucher pro Jahr, auch das feiert Las Vegas – nur eine Stadt auf der Welt, New York, hat mehr. Keine Stadt Nordamerikas wächst schneller: Der Flughafen, einst außerhalb gebaut, liegt mittlerweile am Südende des neuen Amüsierzentrums.
Jede Woche ziehen 7000 Menschen hierher, weil sie das Glück suchen. Viele werden auf der Straße landen, viele werden betrügen und stehlen, einige werden sich prostituieren. Und manche werden Teil der ganz großen Show, die Las Vegas nun einmal ist. Was mal als mormonische Bekehrungsstätte begann, ist jetzt der Platz, an dem sich Amerika mittels Alkohol, Spiel und käuflicher Liebe eine immer beliebter werdende Auszeit von den eigenen moralischen Ansprüchen nimmt.
Die Show hat einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Warum auch? Es macht einen Heidenspaß, sich über den Strip treiben zu lassen, in die Casinos mit den dicken Teppichen gespült zu werden, Typen in Bermuda-Shorts zuzuschauen, die lässig 100 Dollar auf Rot werfen und keine Miene verziehen, wenn Schwarz fällt. Sich Drinks von Mädchen in kurzen Röcken servieren lassen und beim Blick auf ihre Namensschilder ihre Geschichten zu erraten. Was hat „Debbie/Arkansas“ ins MGM Grand gelockt, was „Sharon/Ireland“ oder „Maria/Brasil“? Las Vegas ist ein faszinierendes Auffangbecken für Menschen und Geschichten, und das in einer der spektakulärsten Kulissen, die dieser Planet zu bieten hat: auf der einen Seite die Millionen Lichter am Las Vegas Boulevard – auf der anderen die unwirtliche, karge, auf ihre Weise wunderschöne Wüsten- und Berglandschaft hinter den Grenzen der Stadt.
Dorthin zieht es die Menschen, die nichts mit der Scheinwelt am Strip anfangen können. Die an Supermarktkassen sitzen, für Sielgebühren verantwortlich sind, Kinder in Physik unterrichten oder Hausmeister in Museen sind. So wie Terry Straka. 54 ist er und sieht deutlich jünger aus, ein kerniger, durchtrainierter Typ mit Schnauzer und einem umfassenden Wissen über die Geschichte seiner Stadt. Er ist Mädchen für alles im Nevada State Museum, und wenn er von seinen Lieblingsplätzen erzählt, hat das viel mit Natur zu tun und nichts mit Glücksspiel. Er hat ein Boot, draußen am Lake Mead, 30 Kilometer Richtung Osten. „Und ich fahre gern auf die Spring Mountain Ranch in den Red Rock Mountains, man kann wandern und campen da oben“, sagt er. Der Strip? „Drauf geschissen“, sagt Straka, „was soll ich da?“ Das heißt, Moment mal: „Diese Show im ‚Bellagio‘, diese Cirque-du-Soleil- Geschichte – wie hieß das noch? ‚O‘? Die würde ich gern mal sehen.“ Er würde dort Anja Wyttenbach und Madeleine Perk begegnen. Die beiden Schweizerinnen arbeiten im Cirque du Soleil, eben in jener Show „O“, was für „Eau“ steht, Französisch für Wasser. Vier Shows hat der Cirque du Soleil in Vegas laufen, alle in den großen Hotels, aber „O“ im „Bellagio“ ist die beste, überhaupt das Beste, was es in Vegas zu sehen gibt, das sagt jeder. Fast immer ausverkauft seit dem Start 1998, unvergleichlich mit seiner Mischung aus Artisten, Synchronschwimmern, Clowns und Helden. Anja Wyttenbach, 32 Jahre alt, ist eine der Artistinnen. Von Anfang an ist sie dabei, am Trapez hat sie ihre große Solonummer, zweimal am Tag, fünf Tage die Woche, 48 Wochen im Jahr. Sie sei ein „Main Character“, sagt sie, eine Hauptfigur, überhaupt schleicht sich viel Amerikanisches in ihr Schweizerdeutsch. Und nicht nur in die Sprache. Anja wirkt freundlich, aber unverbindlich. Sie antwortet schnell, aber oberflächlich. Und erzählt davon, dass die Schweiz kein Faktor mehr für sie ist: „Ich gehe dorthin, wo der Job ist.“ Sie hat ihr Zirkusgeld gut angelegt, zwölf Wohnungen in Las Vegas gehören ihr. Anja hat sich eingerichtet in ihrem Leben in Amerika. Und wo geht sie selbst hin, wenn sie sich amüsieren will? „Wohin wohl“, sagt sie, „auf den Strip! Alle guten Clubs, Restaurants, Kinos, Theaterstücke findest du hier.“ Schaut in die Fontäne vorm „Bellagio“. Sagt: „Im ersten Jahr habe ich alles mitgenommen, danach war ich durch damit.“ Und heute? „Ich mag die Wüste.“ Anja zieht an der Zigarette. „Blöd ist, dass man alles mit dem Auto machen muss.“
Madeleine Perk ist Synchronschwimmerin. 2000 war die 29- Jährige in Sydney dabei, Olympische Spiele, zehnter Platz mit der Schweizer Mannschaft. Ihre Augen leuchten, wenn sie von Sydney redet. Sie leuchten nicht, wenn sie von Las Vegas redet. Sie sagt: „Manchmal vermisse ich die Landschaft der Schweiz.“ Und die Bäder daheim am Zürichsee, und den Kaffee dort. Heimweh ist der Preis dafür, seit drei Jahren in der besten Show der Welt zu sein. Aber das ist nur Show und beileibe nicht alles im Leben. Madeleine studiert nebenbei, Kinesiologie, Bewegungslehre, irgendwann ist man zu alt für den Cirque du Soleil, zu kaputt – ihr kanadischer Freund, sie hat ihn in der Show kennen gelernt, hört im nächsten Jahr auf, ein dauerhafter Schaden am Knöchel. Las Vegas fordert seinen Tribut von allen, die von der Stadt leben und sich ihre Träume erfüllen.
Benedikt Negro ist auch so einer auf Zwischenstation bei den Vereinten Nationen des Cirque du Soleil. Vom Niederrhein kommt er, in Berlin ist der 24-Jährige zum Zauberer und Clown ausgebildet worden. Er hat den schönsten und schwierigsten Job bei „O“: Er ist der wortlose Conferencier. Springt von keinem Brett, hängt an keinem Trapez und ist trotzdem die auffälligste Figur mit seinen zwei Metern und der wilden Mähne in Blond. Überhaupt ist er eine höchst ungewöhnliche Erscheinung. Einen Zirkus will er mal aufbauen und mit ihm durch Europa ziehen. Aber das ist später, jetzt ist Las Vegas. Das Las Vegas von Benedikt ist nur während der Arbeit der Strip. Was ihn sonst interessiert, liegt im Schatten der großen Hotels. Okay, den neuen schicken Club von Steffi Graf im „Caesars Palace“ würde er sich auch mal anschauen wollen. Aber fasziniert ist Benedikt von kleinen, unspektakulären Kneipen wie dem „Champagnes Cafe“, wo Leute sitzen, denen Las Vegas den Rest gegeben hat. Benedikt mag die Tapas-Bars an der Paradise Road, wo sich Schauspieler treffen aus den Off-Strip-Inszenierungen, seine aus Deutschland mitgebrachte Frau ist eine von ihnen. Oder verwegene Pinten wie der „Double Down Saloon“, wo Las Vegas etwas von seiner unverbindlichen Oberflächlichkeit verliert, die diese Stadt so amerikanisch macht.
Phyllis Weaver ist 42, sie hat mit Shows nichts am Hut. Dafür eine Baufirma, Spezialität Straßenbau, draußen an der Nellis Air Base sitzt die. Phyllis steht mitten auf dem großen Platz im Old Mormon Fort, vom Wetter gegerbt, ihre Haut rissig und tiefbraun, ihre Arbeitskleidung dem Job geschuldet. Lehnt am einzigen Baum am Ort und sieht sich prüfend um, das Haus und die Mauern sind frisch restauriert worden. Von ihr und den anderen vom Verein „Friends Of The Fort“, sie alle wollen mit ihrer Publicity-Arbeit und ihren Spenden Geschichte bewahren. „Mein . . . “ – sie kneift ein Auge zusammen und zählt an den Fingern ab – „. . . Ur-Ur-Ur-Urgroßvater gehörte zu den Gründungsvätern des Forts.“ Ihr Urahn hat es nicht lange ausgehalten, „keiner hat das, das war kein guter Platz zum Leben hier im 19. Jahrhundert: die Hitze, die Dürre, der Staub . . . “ In Utah ließ sich ihre Familie schließlich nieder, dem Mormonenstaat, ein paar hundert Meilen nördlich. Als Phyllis ein Kind war, kamen ihre Eltern mit ihr zurück an den Platz, den ihr Verwandter geschaffen hat. Und den will sie erhalten, gegen jedes Desinteresse: „Die Leute hier kümmern sich nicht um Geschichte“, sagt Phyllis, „die sehen: altes Haus, kann weg, da kommt ein Hotel oder Büro hin.“ Zum Strip hat sie ein entspanntes Verhältnis: „Man schaut mal, wenn was Neues aufmacht, dann geht man und kommt nicht wieder. Der Strip bringt das Geld in die Stadt, aber er ermüdet einen ziemlich schnell.“
Sie sucht stille Orte. Und weiß, wo sie einen findet. Ein Bach plätschert dort vorbei, an einem 150 Jahre alten Haus, vor dem Gedenktafeln stehen mit vielen Namen. Einer davon ist William Bringhurst.
Übernachten
Am besten direkt auf dem Strip,
da gibt es XXL-Komfort für wenig Geld. Luxor: 4400 Zimmer im kitschig-schönen Ägypten-Design;
DZ ab 75 Euro (3900 South Las Vegas Boulevard, Tel. 001/888/777 01 88, www.
luxor.com). – Bellagio: Schauplatz von
„Ocean’s Eleven“, aufgeblasene Nachbildung des gleichnamigen
Hotels am Comer See, mediterranes Design; DZ ab 130 Euro (3600 South Las Vegas
Boulevard, Tel. 001/888/ 987 66 67, www.bellagio.com). – Wynn: die neueste
Attraktion unter den Luxushotels, 2700 Zimmer, Golfplatz im Garten; DZ ab
168 Euro (3131 Las Vegas Boulevard, Tel. 770 71 70, www.wynn.com). – Residence
Inn: Motel-Apartments mit rustikalem Charme und Frühstück auf dem
Pappteller (gar nicht übel!); ab 110 Euro (3225 Paradise Road, Tel. 796
93 00, www.marriott.com/ property/propertypage/LASNV). – Ritz Carlton:
fünf Sterne am Lake Las Vegas, weit außerhalb der Stadt und ohne
Trubel. Tolle Gastronomie, spektakuläre Umgebung; DZ ab 168 Euro (1610
Lake Las Vegas Parkway, Henderson, Nevada, Tel. 567 47 00, www. ritzcarlton.com/resorts/lake_las_vegas).
Pauschal
„Las Vegas Total“, Paket mit Nonstop-Condor- Flug ab Frankfurt
und vier Übernachtungen Übernachtungen im Treasure Island oder The
Mirage; ab 1029 Euro, inklusive Flug und Übernachtungen (Neckermann Reisen übers
Reisebüro, www.neckermann-reisen.de).
Essen und Trinken
Coco’s: am südlichen
Strip ein Frühstücksdiner der gleichnamigen Kette, die Karte reichhaltig
und amerikanisch bis ins Mark: Omeletts, Steaks, Pancakes in allen Variationen,
zwischen vier und acht Euro (169 East Tropicana Boulevard, Tel. 736 39 36). – Pampelmousse:
der Gegenentwurf zum Massenbetrieb auf dem Strip, klein, fein, ruhig, französische
Küche. Auf der täglich wechselnden Karte z. B. Ente in Pfeffersoße
und Crème brulée, unter 70 Euro pro Menü inklusive Getränke
(400 East Sahara Boulevard, Tel. 733 20 66). – Firefly on Paradise:
spanisches Restaurant ein bisschen abseits des Strip, sehr beliebt bei Künstlern
und Studenten. Tapas wie Linsen, Tortillas und andere spanische Spezialitäten
ab 5 Euro, manchmal Live-Musik (3900 Paradise Road, Suite A, Tel. 369 39
71). – Nine Fine Irishmen: irischer Pub im Hotel „New York New
York“. Auch Tische draußen mit Blick auf den Strip, Snacks ab
6 Euro (3790 South Las Vegas Boulevard, Tel. 693 67 63). – Bar & Grill:
Restaurant des österreichischen Starkochs Wolfgang Puck, mitten im
Casino des „MGM Grand“. Auf der Karte: Pizza, Amerikanisches,
moderne asiatische Küche und bodenständiges aus Österreich,
extrem gut! Kleine Gerichte ab acht Euro (3799 South Las Vegas Boulevard,
Tel. 891 30 00).
Nachtleben
Das Nightlife
spielt sich meistens in den großen Hotels ab, am besten auf eigene Faust erkunden. Unsere
Extra-Tipps: Pure: Steffi Grafs ganz in Weiß gehaltener, schicker
Nachtclub im „Caesars Palace“. Gebeten wird um „upscale
fashion“, soll heißen: Jackett und Abendkleid wären nett.
Das Highlight ist die Terrasse mit toller Aussicht auf den Strip, Eintritt
ca. 16 Euro (3570 South Las Vegas Boulevard, Tel. 731 78 73). – Double
Down Saloon: das andere Las Vegas für Leute mit Hang zu härterem
Rock. Geheimtipp des Cirque-du- Soleil-Darstellers Benedikt Negro (4640
Paradise Road, Tel. 791 57 75). – Champagnes Cafe: unprätenziöses
Lokal für Studenten und Einheimische. Gezapftes Bier, eine Jukebox
und plüschige Sitzgruppen (3557 South Maryland Parkway, 24 Stunden
am Tag geöffnet).
Events
Karten für alle Shows gibt es vor Ort
bei tickets2Nite (beim „MGM Grand“) oder unter www.ticketmaster.com.
Noch bis Ende des Jahres feiert Las Vegas seinen 100. Geburtstag. Unter
anderem zeigt das Clark County Museum (www.lasvegas2005.org) das historische
Las Vegas in einer Ausstellung. – Elton John und seine Show „The
Red Piano“ sind im Colosseum des Hotels „Caesars Palace“ zu
sehen und zu hören, in diesem Jahr noch vom 4. bis 23. Oktober. –
Die neueste Show des Cirque du Soleil heißt
„KÀ“, läuft im „MGM Grand“ und erzählt
von Zwillingen, die sich getrennt voneinander auf eine mühevolle Reise
begeben.
Ausflüge
Sehenswert: der Grand Canyon. Deutsche
Veranstalter bieten Komplett-Pakete an: „Grand Voyager Expedition“ – Tagestrip
mit Kleinflugzeug und Helikopter inklusive Bootstour auf dem Colorado und
Barbecue 261 Euro (FTI), vor Ort über Papillon (www.papillon.com) und
Scenic Air (www.scenic.com). Papillon bietet auch Helikopter-Rundflüge über
den nächtlichen Strip an (etwa 70 Euro pro Person).
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© Stephan Bartels, 2005-08
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