KOMM',
ICH ZEIG DIR MEINE STADT
Kann schon sein, dass sie sogar ein bisschen aufgeregt ist. Wie ein Teenie vor einem Date mit einem Popstar vielleicht. Bloß: Dieser Teenie ist 61 und heißt Elke Heidenreich, ist Literaturpäpstin, Kult-Schriftstellerin, BRIGITTE-Kolumnistin ein omnipräsentes Multimedia-Ereignis. Und die freut sich nun wie Bolle darauf, einen zu treffen, der ihr Leben in Ton und Schrift erheblich bereichert hat. Da vorne im „Litfass“ sitzt er, in einer Kneipe in seiner Heimatstadt Bremen: Sven Regener, Sänger, Trompeter und Kopf von Element of Crime, Heidenreichs Lieblingsband seit Jahren. Ihre Sendung „Lesen!“ beginnt mit seiner Musik. Und Schreiben kann der Mann auch noch. Klar, astreine Popsonglyrik voller Poesie, Melancholie und Klarsicht, das wissen wir seit eineinhalb Jahrzehnten. Aber auch Romane: Vor zwei Jahren schlug Regener mit „Herr Lehmann“ bombengleich in den Literaturzirkus ein.
Elke Heidenreich hat ihn spätestens damals unbekannterweise in ihr Herz geschlossen. Und jetzt, an diesem heißen Bremer Vormittag, auch in ihre Arme. Herzlich fällt sie aus, die Premieren-Begrüßung zweier literarischer Schwergewichte. „Ich habe dich schon auf Konzerten gesehen“, sagt Heidenreich, „und da habe ich gedacht: Der dichtet wie ein Engel, spielt Trompete wie‘n Gott und sieht aus wie ein Schüler in seiner grauen Strickjacke.“ Regener grinst verlegen. „Graue Strickjacke? Das war 1994, eine ganz schlimme Phase.“
Was immer da war: Er hat es wohl hinter sich gelassen. Läuft doch gut in seinem Leben, von außen betrachtet: Eine funktionierende, einzigartige Band. Ein Roman-Debüt, das gelobt und geliebt und 850.000 Mal gekauft wurde. Ein Frau in seinem Wohnort Berlin, ein Kind dazu, ein Mädchen von vier Jahren. Und dieses Kind weiß auch schon, wer Elke Heidenreich ist. Kennt zumindest die Stimme. „Das Lieblingshörspiel meiner Tochter ist Dr. Doolittle“, sagt Regener, „gesprochen von Dir“.
Jetzt gibt es Regeners nächsten Roman „Neue Vahr Süd“. Es ist der zweite Teil der Trilogie um Frank Lehmann, den Titelhelden des ersten Buches. Das heißt: Eigentlich ist es der erste Teil, denn er spielt knapp neun Jahre vorher, in den frühen Zwanzigern von Lehmann, es geht um seine Zeit beim Bund und in der chaotischsten WG Bremens. 1980, das war für Regener eine Umbruchzeit, in der die K-Gruppen zersplitterten. Zum Beispiel seine, er war schwer aktiv im KBW, Kommunistischer Bund Westdeutschland. Er zieht gnadenlos her über diese Vereine in seinem Roman, auch über die Bundeswehr, „so schön hat noch keiner über die Absurditäten in diesem Laden geschrieben“, sagt Elke Heidenreich. Im dritten Teil geht’s dann um Lehmanns Anfangszeit in Berlin, weshalb das erste Buch eigentlich das dritte… Egal. Jetzt sind die Elke und der Sven jedenfalls hier, zum Ortstermin, das Buch spielt nämlich in Bremen, an Plätzen, an denen Regener groß und ein bisschen stark geworden ist. Plätze, die im Buch auftauchen und die der Sven der Elke zeigen will. In das 60er-Jahre-Neubaugebiet Neue Vahr Süd wird es später gehen, an die Weserwiesen auch. Und wo wir schon mal hier sind: Das „Litfass“, das spielt auch mit, das gab es schon 1980 im Ostertorviertel und gibt es im Roman. Der Wirt heute heißt Norbert Schütz, ist der Sohn der Bremer Fußball-Legende Pico Schütz (Deutscher Meister 1965) und außerdem ein Sandkasten-Kumpel von Sven. „Der hat in der Neuen Vahr Süd in meiner Straße gewohnt“, sagt er. Und fragt Norbert, ob er mal was von Dagmar gehört hätte. Ja, sagt der, die ist doch jetzt Ärztin und in Lübeck verheiratet. Aha, sagt Sven, grüß mal schön. So klingt das, wenn einer fast ein Vierteljahrhundert weg ist aus seiner Stadt.
Rein in den Sielwall. Da vorn, sagt Regener, war das Storyville, eine Kneipe, die in seinem Roman eine Rolle spielt. Komisch, sagt, er, ich hätte geschworen, dass der Eingang zur Strasse hin liegt. Und da drüben sucht sein Held Lehmann das Bremer Eck und findet es nicht. „Und die WG aus dem Buch hat es so ähnlich tatsächlich gegeben, aber ich habe nie da gewohnt“, sagt Regener, „die Jungs waren ziemlich hart drauf da: Haben das Kaninchen eines Mitbewohners geschlachtet, die Leiche ans „Litfass“ genagelt und ihm ein Schild um den Hals gehängt, auf dem „Aldo Moro“ stand“. Süßer Vogel Jugend, sagt der Sven.
Elke: Wann bist Du zuhause ausgezogen?
Sven: Mit 16.
Elke: So früh?
Sven: Ich war ja im KBW aktiv – die ganzen Versammlungen, die Infostände,
das war meinen Eltern irgendwann zuviel. Habe ich halt bis zum Abi in WGs
gewohnt, sogar mal mit meinem Bruder. Später bin ich zum Bund gegangen,
um das System von innen zu sabotieren. Hat nicht geklappt, nach einem halben
Jahr habe ich verweigert.
Elke: Ich bin sogar mit 15 von zuhause weg, aber nicht so cool wie du.
Sven: Wieso?
Elke: Ich bin zu unserem Pastor in Essen gegangen und habe gesagt: Ich will
in dieser Familie nicht mehr bleiben. Da ging’s drunter und drüber:
Mein Vater hatte Weibergeschichten, meine Mutter hat mich gehauen. Da hat
mich der Pfarrer mitgenommen, als er seine neue Stelle in Bonn angetreten
hat.
Sven: Und was haben deine Eltern gesagt?
Elke: Die waren ganz froh: Endlich ist das schwierige Kind weg.
Sven: Ein Scheiß-Gefühl, oder?
Elke: Ach, ich war eigentlich ganz froh. Meine Mutter habe ich dann acht
Jahre nicht gesehen, das war auch gut so.
Hier ist die Weser. Rechts die Altstadt, links das Fußballstadion, „Werder-Fan bin ich erst geworden, als ich nach Berlin gezogen bin.“ Regener redet gern und viel über Bremen und sehr liebevoll dazu, mit norddeutschen Idiom, „das ist hier immer viel breiter als in Berlin“. Er erzählt von den Wiesen am Fluss, auf denen er sich früher mit billigstem Bier betrunken hat. Und von James Last, der Bremer Musikikone schlechthin, das sei ja ein ganz Großer, Bremens Aushängeschild quasi. Elke ist entsetzt. James Last? Dieser Schingel-Schangel-Bigband-Heini, verehrt von Sven Regener? Kann nicht sein. Kann es doch, sagt Regener: Der sei ein großartiger Typ, wahnsinnig erfolgreich, da kann man sich mal ‘ne Scheibe von abschneiden. „Außerdem haben wir bei Element of Crime auf Tour den selben Busfahrer“.
Fußgänger huschen vorbei und tuscheln, sag mal, das ist doch… klar, die Heidenreich. „Sie machen die beste Sendung überhaupt im Fernsehen“, ruft ein älterer Herr herüber. „Danke schön“, gröhlt die Elke routiniert zurück. Leben mit der Prominenz. „Nervt das manchmal?“, fragt Sven Regener. Ach nö, sagt die Elke, „nur wenn sie dich anpacken wollen und rufen: Guck ma, Hertha, über die ham wa doch neulichst so gelacht im Fernsehen“.
„Herr Lehmann“ war auch als Film ein ziemlicher Erfolg. Trotzdem möchte Regener nicht, dass aus „Neue Vahr Süd“ ein Kinofilm gemacht wird. „Da werden fünf Millionen an öffentlichen Subventionen rausgehauen, damit sich irgendwer einen Traum erfüllen kann“, sagt er, „das ist irgendwie ekelig. Und am Ende wird’s sowieso immer anders, als jeder einzelne es gewollt hat. So’n Quatsch.“ Mit Literaturverfilmungen sei es ja immer so eine Sache, sagt Heidenreich, genau, sagt Regener, „Vom Winde verweht“ sei eine einzige Enttäuschung gewesen, der Mittelteil in Atlanta im Film viel zu kurz. Er zeigt auf die andere Weserseite. „Da drüben ist die Neustadt“, sagt er, „andere Seite: Neustadt. An so was habe ich Freude“. Sie kommen an der Neanderstraße vorbei. „Noch ein Bremer Musiker“, sagt Elke, „der hat „Lobet den Herrn“ geschrieben“. Sven sagt: „Nee, das war James Last“.
Am Rathausplatz gibt es Bier. Beck’s vom Fass, kriegt man in Berlin ja gar nicht, da gibt’s das bloß in Flaschen. Die Mittagssonne brät wie nie, das kennt er gar nicht, der Sven Regener. „Eine Jugend in Bremen ist eine Jugend in Gummistiefeln“, sagt er, „ich erinnere mich, dass die Wiesen in der Neuen Vahr Süd ständig überflutet waren“. Er bestellt nach, dreimal ist Bremer Recht. Spricht über Frank Lehmann, seine Figur. Franks Pech in der Liebe. „Ich habe nie verstanden, warum das in Büchern immer so einfach geht mit den Frauen“, sagt er, „das ist doch Quatsch, besonders für Leute wie Frank, der ist ja nicht gerade ein Frauentyp.“ Was er mit Lehmann gemeinsam hat, fragt die Elke. Er komme nie zu spät, sagt der Sven, auch nie zu früh übrigens, und Hauptsache, es wird nie peinlich.
Sven: Ich bin ja gar nicht so wie der Frank. Ich hatte immer was am Laufen.
Ich war immer sehr ehrgeizig.
Elke: Ha! Glaub ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Du weißt,
was Du willst. Ehrgeizig sind aber immer nur Arschlöcher.
Sven: Vielleicht
ist das gar kein großer Unterschied. Ist ja bloß so,
dass das Wort Ehrgeiz so einen negativen Beigeschmack hat. Wie Provinz zum
Beispiel. Was soll das heißen? Da kann ich nichts mit anfangen.
Vor „Herr Lehmann“ war Regener total unbefangen. „Beim
ersten Buch kann niemand enttäuscht sein“, sagt er, „es
gibt ja keinerlei Erwartungen. Die kommen beim zweiten – und da gibt
es automatisch Leute, die etwas nicht mögen: Das ist ja genauso wie
das Erste, das ist ja ganz anders… Irgendjemand ist immer enttäuscht“.
Warum er nie in Ich-Form schreibe, fragt Elke. Regener sagt: „Ich
kann es nicht. Ich will Distanz zu meinen Figuren. Ich will nichts werten
als Autor, ich versuche, mich so weit wie möglich verschwinden zu lassen.
Ich weiß nie mehr als das, was Frank Lehmann sieht.“ Elke sagt: „Das
ist etwas, was ich nicht so mag. Du schreibst zu sehr in der Sprache von
Frank, du hast als Autor keine eigene Sprache“. Dafür lobt sie
ihn für seine „Kleist‘schen Schachtelsätze, über
eine Dreiviertelseite – das kannst nur du und Kleist“.
Menschen hasten aus den Büros zur Mittagspause. Regener sagt, er habe
seit Anfang der 90er nicht mehr gearbeitet. Bücher schreiben, Musik
machen, das ist doch keine Arbeit. Und: „Als Rockmusiker hat man ja
in der Regel gar nichts zu tun. Da muss man bloß alle zwei Jahre zwölf
Lieder schreiben, das war‘s.“ Und trotzdem ist die Musik ihm
wichtiger als das Schreiben, sagt er: „Letztendlich ist die Musik
die bessere Welt“. 43 ist er inzwischen, ein überschaubares Bäuchlein
zeugt von Beck’s & Co. und ordentlichem Essen. Er sagt, er wird
allmählich ein alter Sack, der die Jungen nicht mehr versteht. Natürlich!,
ruft Elke, was gibt’s denn zu verstehen an Hosen mit Ärschen
in den Kniekehlen, an tätowierten Rücken und gepiercten Bauchnabeln? „Was
wollen die mir damit sagen?“, fragt sie, „das verstehe ich nicht“.
Genau darauf kommt es doch an, sagt Sven: „Die machen das doch nur,
um von uns nicht verstanden zu werden. Wenn wir den Kopf über sie schütteln,
ist alles im Lot. Man muss die Rolle annehmen, die man hat.“
Und jetzt ist Mittag, da wird gegessen. Und zwar original Bremer Küche, „Zum Kaiser Friedrich“ heißt das Lokal. Regener bestellt Knipp, das ist ein gebratener Innereien-Grütze-Brei, ein echtes Arme-Leute-Essen aus der Gegend in dunklem Grau, reich an fett und Erinnerungen für einen Ex-Bremer. Elke nimmt einen bayerischen Wurstsalat. In Bayern hätte er mal Urlaub gemacht, sagt Regener. Eine Woche, war schön gewesen.
Elke: Ach was. Urlaub kann man ja gar nicht ertragen. Ich hab mal zwei
Wochen Karibik gebucht – nach vier Tagen bin ich am Flughafen auf
Knieen herumgerutscht, damit die mich mit nach Hause nehmen.
Sven: Warum?
Elke: Am Meer liegen, aufs Wasser gucken, blauer Himmel… grauenvoll.
Halt ich nicht aus. Mach ich nie wieder. Macht mich krank.
Sven: Also, das ist bei mir anders. Reisen finde ich furchtbar, aber wenn
ich mal da bin, halte ich das gut aus. Dann will ich aber auch jeden Tag
das Gleiche machen: Hinsetzen, rausgucken, scheiß der Hund auf alles.
Mit Kind guckst Du genau, wo ist ein Spielplatz, wo ist ein Café.
Und dann 120 Kilometer nur Liegestühle.
Elke: Grauenvoll!
Sven: Nee. Ich find‘ das ganz toll. Alles voller Italiener mit zwei
bis drei Handys in den Pfoten – großartig. Das kann ich drei,
vier Wochen lang gut haben, aber auch nur, weil das von vornherein klar
ist: Genauso wird es sein.
Elke: Verlorene Lebenszeit!
Sven: Nein! Eben nicht! Das ist wie drei Wochen in einem Fellini-Film, bloß mit
Handys. Und das in Rimini, der Trash-City Nummer eins – das ist eben
der Mann aus der Neuen Vahr Süd, das ist einfach mal drin in mir.
Und genau da geht’s jetzt mal hin. In die Neue Vahr Süd. Regener sucht die richtige Straßenbahn, „ist doch alles anders hier, die 6 ist die 1 und die 5 die 2, was bringt denn das?“ Schließlich findet er sie doch, die Straßenbahn in die alte Heimat: Linie 1 von Huchting nach Osterholz. „Städte kann man nur von der Straßenbahn aus begreifen“, sagt er. Genau, sagt Elke, besonders im Ruhrpott, wo man die Trinkhallen an der Straße sieht oder die Taubenzüchtervereine, „das rührt mich immer irgendwie, wenn ich das sehe“. Aber das ist doch nur rührend, wenn es auf dem Rückzug ist, sagt Regener, wenn es verschwindet. „Die Neue Vahr Süd zum Beispiel, die ist total überaltert, die Leute sind alt geworden in ihren Häusern.“
Der Weg hinaus führt durch das Villenviertel Schwachhausen, vorbei an der Landesversicherungsanstalt Oldenburg-Bremen und der ehemaligen Kaserne, in der jetzt das Polizeipräsidium sitzt. Und dann: Neue Vahr Süd. Das war in den 60ern ein Bremer Vorzeigeprojekt, ein, Zitat aus einer Broschüre des Senats: „Gleichheitsideal der Moderne“. Lauter nüchterne Wohn-Quader hat man damals ins Grüne gestellt, einzig das 22-stöckige Hochhaus von Alvar Alto sticht heraus aus der geduckten Neue-Heimat-Siedlung. Regener und Heidenreich wandern vorbei am Gymnasium in der Kurt-Schumacher-Allee, wo der Sven mal Abi gemacht hat, hin zur Adam-Steigerwald-Strasse, wo der Sven mal zu Hause war. Zu fünft haben sie in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung gelebt, die Regeners. Im Winter roch es immer nach Grünkohl in der Siedlung, irgendwer hat immer welchen gekocht. Bist du da glücklich gewesen?, fragt Elke. Ja, sagt der Sven: Es gab immer Kinder zum Spielen, hinter dem Haus konnte man Schlitten fahren. Segeln ist er gegangen, im Oberweser-Segelverein. Und da war da die Musik. Die erste Gitarre mit zehn, Trompete durfte er erst später spielen, weil die Kinderlunge dafür nicht gemacht ist. Elke erzählt, dass sie früher Akkordeon gespielt hat, ein diatonisches, was viel anstrengender und blöder ist als die anderen - „Meine Mutter hatte halt keine Ahnung“.
Apropos Mutter: Nach einer Lesung in Bremen kam einmal eine kleine blonde Frau auf Elke Heidenreich zu, drückte ihr fest die Hände und bedankte sich recht herzlich – dafür, dass „Sie immer so nett von meinem Sohn sprechen“. Es war Sven Regeners Mutter. Ja, sagt der Sven, „du hast damals für sie das Buch signiert“. Er blickt auf die andere Straßenseite, zur Berliner Freiheit, ein Einkaufszentrum, das haben sie modernisiert, „sah früher ganz anders aus“. Dafür hat sich beim Evangelischen Zentrum Vahr nichts geändert, seit 40 Jahren nicht, Sakralbau der Moderne. „Der Wille zur Moderne ist ja etwas gebrochen in letzter Zeit“, sagt Regener, „aber nicht bei mir.“ Und, fragt Elke, „könntest du dir vorstellen, wieder in Bremen zu wohnen?“ Sven überlegt. Sagt: „Och, warum nicht“. Kurze Pause. „Ich weiß nicht so genau“. Lange Pause. „Nein, wohl eher nicht.“
Im Roman „Neue Vahr Süd“ wird Frank Lehmann gefragt, was für ihn das Wichtigste im Leben sei. Frank, der Bundeswehrsoldat, überlegt lange. Und sagt schließlich: Meine Essensmarken. Das wird wichtig, als Elke und Sven wieder in der Stadt sind, wieder im „Litfass“. Hier hat es begonnen, das erste Treffen von Elke Heidenreich und Sven Regener, hier wird es enden. Kein Bier mehr für Sven, ‘ne Spezi wär jetzt gut. Elke hat ein kleines Geschenk für ihn: Ein Kästchen voller Essensmarken. Ein Geschenk, das für etwas steht. Für das, was wirklich wichtig ist im Leben. Vielleicht haben die beiden etwas davon gesehen, an diesem mächtig heißen Tag in Bremen.
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© Stephan Bartels, 2005-08